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Postgeschichte

 

Sulzbach als Münzstätte im 14-./15. Jahrhundert.

Bald nach dem Übergang von Sulzbach an die Krone Böhmen ("1553) wurde hier durch Karl IV. eine Münzstätte eingerichtet, die auch nach dem Übergang an das Herzogtum Bayern 1375 weiterbetrieben wurde.

Nach, den unsicheren Unterlagen aus der Zeit unter Herzog Otto V. und Friedrich I. wahrscheinlich auch noch unter Herzog Johann II, Eine starke Prägetätigkeit (Pfg vom Typus der Regensburger H-0 Pf) mit den Initialen R-S, begann mit der Verpfändung von Sulzbach an die Pfalzgrafen Rupprecht II. und III. ab 1395. Nach der Wiedereinlösung durch Bayern-München (14-52-14-55), 1460 unter Herzog Albrecht III, wurden kurzfristig Schinderlinge (schwarze Pf) geprägt. Um 1504/1505 auch nochmals kurzfristig erneuter Sitz einer Münzstätte. Neuerdings konnten einige Münzen beschafft werden und sind im Sulzbacher Heimatmuseum zu besichtigen. So sind dann auch noch mehrere Münzen aus der Wittelsbacher Zeit bekannt, Kurlinie Sulzbach/Mannheim unter Carl Theodor 1742-1799.

 Sulzbacher' Papiergeld in Krisenzeiten

Vom Stadtmagistrat wurde 1917 Kriegsgeld verausgabt, da wegen des Kupfermangels ein erheblicher Mangel ah Kleingeld eingetreten war, 10 Pf in Form von einem Kleinbogen (10 x 10 Pf) 1918 folgten weitere Scheine:

5 MK - 10 HK. - 20 MK
50 Pf(wie 1917, jedoch mit Bezeichnung Stadtrat).

In der Kriegs- und Inflationszeit waren auch viele Betriebe, Banken und Geschäfte zur Ausgabe von Papiergeld bzw. Gutschriftsscheinen gezwungen.

Sulzbach
Presswerke Ludwig Iberer & Co.
Bayerische Vereinsbank
Stadt. Sparkasse

Rosenberg

Maximilianshütte: Es wurden Notgeldscheine ausgestellt auf bestimmte Personen, deren Hamen auf dem Schein aufgeführt ist. Es kommen Scheine mit verschiedenen Unterschriften und wechseln­den Daten in folgenden Wertstufen vor:

500 Mark 1922 - 5 Billionen Mark 1923

Außerdem wurden von folgenden Geschäften Gutschriftsscheine verausgabt:

Johann Högel Metzgermeister
Konsum-Verein Maxhütte
Josef Neumann, Metzger

 

 Quelle: Sulzbacher Postgeschichte anlässlich der 950 Jahrfeier.


 

Die ersten Postverwalter von Sulzbach

Erst im Jahre 1744 war die Poststation von Bachetsfeld nach Sulzbach verlegt worden. Als erster Verwalter war Johann Jakob Krick tätig. Nach seinem Tode übernahm sein Sohn Johann Christoph Adam Krick die Poststation(1766). Über seinen Vermögensstand heißt es 1782: Er besitzt das schönste Haus in der Stadt am Hauptplatz, das zugleich Gasthaus ist. Hier halten Handwerker ihre Laden und die Verlobten ihre Hochzeitsmahle. Daneben besitzt er Grundstücke und Äcker im Werte v. 12.000 Gulden.

Er hat 12 Pferde und 3 halbgedeckte Kaleschen in gutem Stande. Alle 2 Jähre erhält er v. Oberpostamt Nürnberg 2 Röcke und 2 Hüte.

 


 Zusammenschluss der Gemeinden Sulzbach und Rosenberg

(Quellennachweis: Sulzbacher Heimatblätter - Beilage zur Sulzbacher Zeitung, Juli 1934)

Auf Anregung der Kreisleitung der NSDAP Sulzbach fand am Samstag, dem 7. April 1934 im festlich geschmückten Saale des Schlößls in Rosenberg eine gemeinsame Sitzung des Gemeinderates Rosenberg und Stadtrates Sulzbach statt. Erschienen waren der Kreisleiter Paul Arendt mit seinem vollzähligen Stab sowie sämtliche Mitglieder des Gemeinderates Rosenberg und des Stadtrates Sulzbach und die Vertreter der Beamten- und Angestelltenschaft beider Gemeinden -insgesamt rund 60 Personen.

In 1 1/2-stündigen Ausführungen legte der Kreisleiter klar und eindringlich sein Programm vor. Schon die Tatsache, dass eine gemeinsame Tagung der beiden Gemeindeparlamente Sulzbach und Rosenberg stattfinde, müsse fühlen lassen, was nun eigentlich hier getan werden solle. Der r der beiden Gemeinwesen habe sich zu einer unbedingten Notwendigkeit herauskristallisiert, als eine Schutz- und Abwehrmaßnahme, für den Bestand und die weitere Entwicklung der beiden Gemeinden.

Die große historische Stunde sei gekommen, um den Bemühungen in dieser Richtung die Krone aufzusetzen. Heute sei endgültig aufgeräumt mit dem Abwägen der Vor- und Nachteile eines Zusammenschlusses beider Gemeinden. Wo der Weg und die Mittel erkannt seien, zur Rettung der Gemeinden, da müsse dieser Weg auch gegangen werden. Wie notwendig dieser Zusammenschluss sei, bewiesen auch gewisse Bestrebungen nachbarlicher Bezirke, Teile des Bezirks Sulz-bach für sich in Anspruch zu nehmen, ohne dass hierzu ein zwingender oder einleuchtender Grund bestünde. Dass dieser Kampf mit allen nur erdenklichen Mitteln geführt werde, habe die Vergangenheit bewiesen. Es sei daher zu dem Entschluss gekommen, für Sulzbach-Rosenberg auf alle Fälle die Sicherung für künftige Jahrzehnte zu schaffen - durch die Vereinigung der beiden Gemeinden und „Schaffung einer 10 000 Einwohnerstadt" mit allen Möglichkeiten, die einem Gemeinwesen wie Sulzbach-Rosenberg bei seiner großen Erz- und Eisenindustrie offen stehen. Dieser Schritt werde ein tausendfaches Echo finden in der Bürgerschaft; denn dieser Schritt sei längst gewünscht und ersehnt und zu einem dringenden öffentlichen Bedürfnis geworden. Diesen Schritt begrüße ganz besonders die Arbeiterschaft, die ja täglich zu Hunderten den Weg von der Maxhütte nach Sulzbach oder von Rosenberg zum Bergwerk Sulzbach zu Fuß oder mit dem Rade zurücklege, für welche es schon bisher keine Grenzen gegeben habe zwischen Sulzbach und Rosenberg. An diese Auffassung müsse sich auch der Spießer gewöhnen, der am Biertisch Miesmacherei zu treiben versuche. Bei dem vorhandenen begeisterten Willen einer 10 000 Einwohnerschaft könne kommen, was da wolle, der Bestand der Stadt sei gesichert.

Der Zusammenschluss bringe endlich das geschlossene Arbeitsgebiet der Maxhütte, Bergwerk und Hütte, ein Gebiet, das naturgemäß zusammengehöre. Auch auf steuerlichem Gebiete mache sich der Zusammenschluss günstig bemerkbar.

Für Rosenberg komme eine Erhöhung der derzeitigen Steuersätze auf keinen Fall in Frage, ein Moment, das gerade von Miesmachern und Stärkeren bisher gegen Sulzbach ins Feld geführt worden sei. Sulzbach habe wieder seinen guten Ruf von ehedem, da die Vorfälle vergangener Jahre wieder gutgemacht seien. Die Defizitwirtschaft des verflossenen Systems sei einer geordneten Wirtschaft gewichen. Die Stadtsparkasse Sulzbach stehe heute bei einem Einlagenstand von 2 Millionen an der Spitze allergleich-großen Städte. Riesenarbeit sei in der städtischen Verwaltung im letzten Jahre geleistet worden, ohne dass hievon die Öffentlichkeit etwas erfahren habe. Wenn einer behaupte, Rosenberg habe mehr steuerliche Einnahmen, so müsse dem entgegnet werden, dass Sulzbach die Soziallasten auch der Maxhüttenarbeiter zum größten Teile tragen musste, die allein 1932 114.000 RM Aufwand verursacht hätten, denen keinerlei Steuereinnahmen gegenüber gestanden hätten. Es sei nur ein Akt der Gerechtigkeit, diese Lasten auf beide Gemeinden zu verteilen.

Eine 10 000-Einwohnerstadt ohne Behörden würde es künftig nicht mehr geben und nachbarlichen Bezirken würde es unmöglich werden, alle Behörden, Anstalten und Einrichtungen, die der Lauf der Zeit mit sich bringe, für sich allein zu beanspruchen. Ein Drei-Jahresplan werde der künftigen 10 000-Einwohnerstadt neuen Lebensimpuls verschaffen und die wirtschaftliche Gesundung und den Aufstieg beider Gemeinden bringen. Beide Gemeinwesen seien auf Gedeih und Verderb mit der Maxhütte verbunden. Darüber hinaus müsse aber Vorsorge getroffen werden, diese Abhängigkeit zu mildern durch Einstellung auf weitere Erwerbszweige. Der Drei-Jahresplan wird Sulzbach-Rosenberg aufwecken aus dem Dornröschenschlaf vergangener Jahrzehnte.

Mehr Fremdenverkehr müsse die Parole werden. Sulzbach, die Perle der Oberpfalz! Was in anderen Städten möglich sei, müsse auch in Sulzbach-Rosenberg gelingen, diesem herrlichen Fleckchen Erde. Mitarbeiter in der Fremdenwerbung hätten sich über Mangel an Arbeit nicht zu beklagen und jeder werde nach seinem Können dazu herangezogen. Die Verschönerung des Stadtbildes sei eine Hauptaufgabe der nächsten Jahre, Gemeinsame Arbeitersiedlungen großen Stiles mit einheitlicher Bauweise würden errichtet werden, wobei die Maxhütte als größter Arbeitgeber ihre Unterstützung nicht versagen werde.

Er sei von der Richtigkeit seines Planes und der Notwendigkeit der Vereinigung felsenfest überzeugt. Diesem Schritte würden in Bälde auch anderwärts Gemeinden folgen, Sulzbach jedoch marschiert wie immer auch hier an der Spitze.

Für die Zukunft ist zu erstreben, dass die neu zu bildende Stadt Sulzbach-Rosenberg, die jetzt schon 10 000 Einwohner umfasst und nächst Regensburg, Amberg, Weiden die viertgrößte Stadt der Oberpfalz ist, zur Perle der Oberpfalz wird und damit zu einer Fremdenverkehrsstadt sich entwickelt.


Drei Generationen "Kriek" als Postverwalter im Gasthof "Zur Goldenen Krone"

Bis zum Jahre 1743 befand sich die nächstgelegene Taxis'sche Posthalterei in Bachetsfeid, westlich des heutigen Stadtgebiets von Sulzbach-Rosenberg. Ende Dezember 1743 wurde die Posthalterei Bachetsfeid aufgehoben und zum 1. Januar 1744 nach Sulzbach verlegt. Als erster Taxis'sche Kaiserl. Reichsposthalter von Sulzbach wurde der angehende Bürger und Fleischhacker Johann Jakob Krick, geb. am 11.07.1706, eingesetzt. Durch die Heirat mit Veronica Catharina Weydner (einzige Tochter des Kronenwirts Johann Michael Weydner) am 13.09.1731 wurde er Inhaber des Gasthofes "Zur Goldenen Krone", eines der schönsten Häuser am Platz mit guter Einkehr.

Ab 12. Dezember 1763 wurde ihm sein Sohn Johann Christoph Adam Krick zur Unterstützung im Postdienst beigegeben, wobei Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis dem jungen Krick gleichzeitig die Anwartschaft auf die Posthalterei Sulzbach verlieh. Mit Rücksicht auf die Bedeutung, die Sulzbach als Sitz der Kurpfalz-Bayerischen Regierung genoss, erteilte Thurn und Taxis dem jungen Krick auch noch den Titel als künftigen Postverwalter.

Nachdem Johann Jakob Krick am 06.02.1771 verstarb, folgte ihm wie vorgesehen, sein Sohn Johann Christoph Adam Krick, geboren am 19.10.1740. Dieser verheiratete sich am 11.04.1769 mit Magdalena Ottmann, des Bürgers und Fleischhackers Michael Ottmanns jüngsten Tochter.

Bereits im Alter von 47 Jahren verstarb am 18.12.1787 der Postverwalter und Bürgermeister Johann Christoph Adam Krick, kurz bevor die Urkunde einlief, die seinem Sohn Johann Michael Krick, geboren am 12.06.1772, die Anwartschaft auf die Sulzbacher Post sicherte. Da dieser beim Tod des Vaters erst knapp 16 Jahre alt war, führte die geschäftstüchtige Witwe Magdalena Krick zusammen mit dem von Thurn und Taxis bestellten Postverweser, namens Heinrich Hartenberger, das Sulzbacher Amt bis zur Großjährigkeit des Johann Michael Krick fort.

1792 trat Johann Michael Krick das Erbe seines Vaters an. Am 23.04.1794 verheiratete er sich mit Anna Maria Eleonora Tretzel.